Die Geschichte von 99 5906

Eine Einzelrolle spielte 99 5906, welche 1920 als Gelegenheitskauf zur NWE kam. 1917 bestellten die deutschen Heeresfeldbahnen bei der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe sieben Mallet-Lokomotiven für den Einsatz auf der 1000mm-Bahn Verdun - Montmédy. Die größeren sechsachsigen Mallets (s.a. 99 201) waren ebenfalls Bestandteil der Fahrzeugbeschaffung der Heeresfeldbahnen. Es war bereits Frieden, als die Loks ausgeliefert wurden. 99 5906 kam anschließend zur Ruhr-Lippe-Eisenbahn. Bereits nach zwei Jahren entschied sich die dortige Betriebsleitung, die Lok zu verkaufen. So gelangte sie 1920 zur NWE. Die Lok unterscheidet sich von den anderen Mallet-Lokomotiven durch ihren Innenrahmen hinten, das längere, aber flachere Führerhaus, die insgesamt größere Länge und ihren geringeren Kesseldruck von 12 atü. Die sieben Feldbahn-Lokomotiven waren in Anlehnung an die Mallets der NWE entstanden, wurden aber an die französischen Verhältnisse angepasst (z.B. Lichtraumprofil). Bei den Hauptuntersuchungen der Deutschen Reichsbahn, die die Lokomotive 1949 übernommen hatte, wurden verschiedene Änderungen vorgenommen. So wurden beispielsweise die Wasserkästen bis in Höhe der Rauchkammertür verlängert und geschweißte Dome aufgesetzt. 

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